Das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft

Das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes wurde am 19. Juni 1900 von der Deutschen Evangelischen Kirchenkonferenz in Eisenach ins Leben gerufen. Die veränderte Situation im Nahen Osten nach dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 erforderte die Gründung der Institutseinrichtung in Amman. 1982 bezog das Jerusalemer Institut sein neues Haus auf dem Gelände der Auguste-Victoria-Stiftung auf dem Ölberg. Das DEI als neutraler Partner ist damit eine der wenigen funktionierenden Brücken im Dialog der Wissenschaften, Religionen und Kulturen sowie der intensiven Begegnung von Wissenschaftlern aus Europa mit den Gastländern des DEI. Sein hervorragender Ruf als deutsche Kultureinrichtung, als Anlaufstelle und Treffpunkt europäischer Wissenschaftler macht es zu einem begehrten Kooperationspartner für deutsche und internationale Organisationen und Projekte. Das DEI wird als Stiftung von der Evangelischen Kirche in Deutschland verwaltet. Es ist zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und wird vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt. Das DEI erforscht das Heilige Land dies- und jenseits des Jordans und vermittelt die neuesten Erkenntnisse der Archäologie und Kultur dieser Region an eine breite Öffentlichkeit. Die jährlichen Lehrkurse für junge Wissenschaftler, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Durchführung eigener archäologischer Projekte sowie die Unterstützung der evangelischen Gemeinden sind elementare Aufgaben des Instituts und wichtige Bestandteile der deutschen Kulturarbeit.

Wissenschaftlichen Forschungen in einem Gunstraum der Archäologie

Die Langzeitvorhaben des DEI konzentrieren sich auf Nordjordanien und die israelische Mittelmeerküste: Von besonderer Bedeutung ist dabei der im fünf Kilometer südwestlich der antiken Stadt Gadara gelegenen Wadi al-‘Arab (Jordanien). Es gibt kaum ein Gebiet in Palästina, in dem die Geschichte dieser Region derart konzentriert erforscht werden kann wie hier. Am Übergang zwischen Palästina und dem syrisch-mesopotamischen Kulturraum gelegen, wurde das Gebiet von beiden Regionen politisch und kulturell beeinflusst. Auf dem alles beherrschenden Tall Zira‘a mit seinen spektakulären Funden entspringt eine artesische Quelle und bot über Jahrtausende beste Siedlungsmöglichkeiten. Ein bedeutender Handelsweg durchzog das Tal, der Ägypten mit dem syrisch-mesopotamischen Raum verband. Vom wirtschaftlichen Erfolg und dem Fleiß seiner Bewohner zeugen im Umfeld des Tall Zira‘a mehr als hundert Siedlungsplätze vom Beginn der Sesshaftwerdung bis in die islamische Zeit. Mit Hilfe modernster (natur-)wissenschaftlicher Methoden arbeitet das DEI in Kooperation mit dem BAI Wuppertal (www.bainst.de) an diesem anspruchsvollen Langzeitprojekt. Hier kann mit Hilfe des Vereins zur Förderung des DEI eine generationenübergreifende Wirkung entfaltet und durch die praktische Arbeit vor Ort sowie beim wissenschaftlichen Austausch reale Völkerverständigung gefördert werden.

Ab dem Sommer 2011 wird das DEI in Kooperation mit der Universität Tel Aviv die bedeutende antike Hafenstadt Yavneh Yam (Israel) erforschen. Damit wird die Kooperation mit den Universitäten Israels deutlich gestärkt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.deiahl.de

Kontakt:

Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes

Auguste-Victoria-Compound, P.O.Box 184 63

91 184 Jerusalem

Israel/Palästina

Telefon: 00972 2 628 47 92

Fax: 00972 2 628 73 88

Email: dei_ger@netvision.net.il